Jetzt, wo Du die Operatoren und Sonderfälle kennengelernt hast, gehen wir noch alle wichtigen Tipps und Tricks zur Bearbeitung von verbal-Aufgaben durch, sodass Dein Erfolg in diesem Untertest garantiert ist.
Ein Blick in die Antwortmöglichkeiten
Die ersten Schritte bei einer Aufgabe sollten immer folgende sein: Ein kurzer Blick in die Antwortmöglichkeiten. Hier siehst Du bereits, auf welche Aussagen es ankommt. Bei langen Aufgaben gibt es häufig Aussagen, die in keiner Antwortmöglichkeit enthalten sind und teilweise auch gar nicht zur Lösung der Aufgabe dienlich sind. Es gibt auch Aufgaben bei denen einzelne Aussagen in 3 oder sogar 4 Antwortmöglichkeiten vorkommen. Demnach kann sich dieser Blick in die Antwortmöglichkeiten sehr lohnen, um zu wissen, auf welche Aussagen es in der Aufgabe besonders ankommt.
Das Lesen der Aufgabe
Wenn Du einen Blick in die Antwortmöglichkeiten geworfen hast und beginnst die verbal-Aufgabe zu lösen, solltest Du nicht den Fehler machen, den Text von oben nach unten durchzulesen. Abgesehen von sehr einfachen Aufgaben lassen sich die meisten Aufgaben so nicht lösen oder nur sehr langsam.
Der erste Schritt bei der Bearbeitung sollte sein, nach den unabhängigen Fakten zu suchen. Das sind die Aussagen, von denen wir wissen, dass sie richtig sind. Sie stehen entweder alleine, oder nur mit einem und-Operator verbunden, sofern es zwei Aussagen sind und stehen meist als erstes oder letztes geschrieben, können aber auch mitten im Text zu finden sein. Diese unabhängigen Fakten sind der Anfang der Schlussfolgerungskette. Anhand dieser Aussagen schließt Du mithilfe der Operatoren auf die anderen Aussagen.
Sobald Du die unabhängigen Fakten gefunden hast, solltest Du im Text nach den Sätzen suchen, in denen diese Fakten durch Operatoren mit anderen Aussagen in Verbindung gesetzt werden und dann mit dem Schlussfolgern beginnen. Sobald Du Dir weitere Fakten erschlossen hast, solltest Du nach einem kurzen Abgleich mit den Antwortmöglichkeiten genau so weiter verfahren.
Ausschlussverfahren
In manchen Aufgaben erschließt man schnell die für die richtige Antwortmöglichkeit entscheidenden Aussagen. Oft ist dem aber nicht so. Daher empfehlen wir bei komplexeren Aufgaben das Ausschlussverfahren zu verwenden. Sobald Du die ersten Aussagen erschlossen hast, prüfst Du die Antwortmöglichkeiten darauf und schaust, ob welche auszuschließen sind.
Das Ausschlussverfahren hilft auch dabei, sich nicht alle erschlossenen Aussagen merken zu müssen. Es reicht oft, sich lediglich zu merken, welche Antwortmöglichkeiten ausgeschlossen werden können.
Es gibt nur 2 Optionen
Um die Informationslast zu minimieren, kann dieser kleine Trick schon Abhilfe leisten: Eine Person kann eine Tätigkeit entweder ausführen oder nicht ausführen beziehungsweise eine Aussage ist entweder richtig oder falsch. Es gibt nur diese 2 Möglichkeiten. An dieser Stelle kann es helfen, nur ein + oder ein - im Kopf zu behalten und nicht die gesamte Tätigkeit. Beispielsweise: „Toni kocht sich Pasta" oder „Toni kocht sich keine Pasta" wird zu „Toni +" oder „Toni -". So fällt es einem deutlich leichter, die Informationen zu mehreren Tätigkeiten beziehungsweise Aussagen im Kopf zu behalten. Die Formulierung der Aussage oder Tätigkeit an sich ist irrelevant für die Aufgabe. Ob sie wahr oder falsch ist, wird nur daran bemessen, ob sie positiv oder negativ formuliert wird.
Achtung!
*Eine Gemeinheit, die in manchen Aufgaben vorkommt: Für gewöhnlich wird eine Aussage positiv formuliert oder verneint. Es kann statt der verneinten Form aber auch ein äquivalenter Ausdruck gewählt werden.
Beispiel:*
Üblich: „Anna ist fröhlich." oder „Anna ist nicht fröhlich."
Ausnahme: „Anna ist fröhlich." oder „Anna ist traurig."
Hier handelt es sich um dieselbe Aussage, nur einmal in positiv und einmal in negativ formulierter Form.
