Eine weitere Schwierigkeit dieses Untertests ist die Formulierung der Antwortmöglichkeiten. Diese lassen sich häufig nicht sofort als eindeutig falsch oder richtig einstufen, sondern als „eher richtig“ oder „eher falsch“. Man müsste ganz genau im Text nachlesen und darüber hinaus länger über jede Antwortmöglichkeit nachdenken, bis man sich bei seiner Wahl sicher ist. Das ist aufgrund der Zeitknappheit aber leider nicht immer möglich, deshalb gibt es das Konzept der „richtigsten“ Antwort. Was das bedeutet, soll an folgenden Beispielen verdeutlicht werden:
Beispiel 1:
Aussage: Das Gymnasium einer Kleinstadt wird von mehr Schülern besucht als die Gesamtschule derselben Stadt.
Welche der folgenden Antwortmöglichkeiten lässt sich aus der Aussage ableiten?
a) Das Gymnasium wird von vielen Schülern besucht.
b) Die Gesamtschule ist eine kleine Schule, was die Anzahl der Schüler angeht.
c) Das Gymnasium ist die größte Schule in dieser Kleinstadt.
d) Es besuchen weniger Schüler die Gesamtschule als das Gymnasium.
Erklärung Beispiel 1:
Die ersten drei Antwortmöglichkeiten lassen sich nicht direkt aus der Aussage ableiten, aber sie lassen sich auch nicht eindeutig durch die Aussage widerlegen!
a) Das Gymnasium wird von vielen Schülern besucht.
Wir wissen, dass das Gymnasium von mehr Schülern als die Gesamtschule besucht wird. Diese Aussage enthält jedoch keine Angaben zur absoluten Anzahl der Schüler. Ob das Gymnasium nun viele Schüler hat oder nicht, lässt sich also nicht direkt ableiten. Deshalb ist diese Antwortmöglichkeit falsch.
b) Die Gesamtschule ist eine kleine Schule.
Bei der zweiten Antwortmöglichkeit gilt das Gleiche. Die Gesamtschule ist zwangsläufig eine kleinere Schule als das Gymnasium, was die Anzahl der Schüler betrifft. Es kann jedoch keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Gesamtschule nun klein oder groß ist. Es können immerhin trotzdem im Vergleich zu weiteren Schulen viele Schüler diese Schule besuchen.
c) Das Gymnasium ist die größte Schule in dieser Kleinstadt.
Auch diese Antwortmöglichkeit lässt sich nicht aus der Aussage ableiten. Wir wissen, dass das Gymnasium größer ist als die Gesamtschule. Ob dies die beiden einzigen Schulen in dieser Kleinstadt sind, lässt sich nicht sagen.
d) Es besuchen weniger Schüler die Gesamtschule als das Gymnasium.
Diese Antwort lässt sich genau aus der Aussage ableiten, da das Gymnasium von mehr Schülern besucht wird als die Gesamtschule. Dementsprechend ist diese Antwort praktisch dieselbe Aussage,
nur aus der Perspektive der Gesamtschule.
Diese Aufgabe ist sehr simpel gehalten und die Antwortmöglichkeit d) ist richtig. Dies liegt nicht daran, dass die anderen Antwortmöglichkeiten eindeutig falsch sind, sondern dass diese Antwortmöglichkeit eindeutig richtig ist: Die Aussage, dass die Gesamtschule von weniger Schülern besucht wird als das Gymnasium, lässt sich direkt aus der gegebenen Aussage ableiten. Sie steht sozusagen fast genauso in der Aussage. Während Antwortmöglichkeiten a) bis c) nicht direkt falsch sind, ist Antwortmöglichkeit d) die „richtigste“ Antwort von den vier.
Natürlich sind die Fälle in dem Untertest deutlich komplexer und die Antwortmöglichkeiten auch häufig in diesem Stil uneindeutig formuliert. Um trotzdem relativ zeiteffizient den Untertest zu bearbeiten und die richtige Antwort zu finden, gibt es folgende Vorgehensmöglichkeit:
Anstatt sich die Frage zu stellen, welche Antwortmöglichkeit nun eindeutig richtig ist, ordnet man die Antwortmöglichkeiten gedanklich in ein Spektrum ein.
Hier ein weiteres Beispiel, um das zu verdeutlichen:
Beispiel 2:
Aussage: Die durchschnittliche Bildschirmzeit ist mit ungefähr 4 Stunden täglich deutlich höher als die durchschnittliche Zeit, die Menschen täglich mit Lesen verbringen.
Welche der folgenden Antwortmöglichkeiten lässt sich aus der Aussage ableiten?
a) Die Menschen sind deutlich häufiger am Handy als am Lesen von Büchern und Zeitschriften.
b) Eine Bildschirmzeit von 4 Stunden ist sehr hoch.
c) Die Menschen verbringen mehr Zeit an digitalen Endgeräten als mit dem Lesen.
d) Die meisten Menschen verbringen deutlich mehr als 4 Stunden am Handy.
Erklärung Beispiel 2:
Wie könnte nun eine Einordnung aussehen? Anstatt sich zu fragen, was richtig ist und was falsch ist, könnte man die Einteilung noch weiter aufteilen. Zum Beispiel könnte man sich folgende Aufteilung vorstellen:
-
Sicher falsch
-
Eher falsch
-
Unsicher
-
Eher richtig
-
Sicher richtig
Basierend darauf kann man nun die Antwortmöglichkeiten nacheinander einteilen:
a) Die Menschen sind deutlich häufiger am Handy als am Lesen von Büchern und Zeitschriften.
Diese Antwortmöglichkeit könnte als „eher richtig“ eingeordnet werden, da gesagt wird, dass die Bildschirmzeit deutlich höher ist als die Zeit, die mit dem Lesen von Büchern verbracht wird. Nichtsdestotrotz wird in der Aussage nicht gesagt, ob es sich beim Lesen um Bücher und Zeitschriften handelt. Es würde zwar naheliegen, aber diese Antwortmöglichkeit lässt sich deshalb nicht eindeutig daraus ableiten. Deshalb kann man sie nicht als „sicher richtig“ einordnen. Antwort a) ist aber prinzipiell nicht falsch!
b) Eine Bildschirmzeit von 4 Stunden ist sehr hoch.
Dagegen würde man diese Antwortmöglichkeit als „eher falsch“ einordnen. Ob 4 Stunden Bildschirmzeit sehr hoch ist oder nicht, wird nicht erwähnt und kann sehr unterschiedlich interpretiert werden. Sie ist zwar „deutlich höher“ als die Zeit, die mit dem Lesen verbracht wird, aber ob das nun als sehr hoch zu bewerten ist, ist nicht klar.
c) Die Menschen verbringen mehr Zeit an digitalen Endgeräten als mit dem Lesen.
Diese Antwort ist als „eher richtig“ oder sogar „sicher richtig“ einzuordnen. Statt von Handy wird hier von digitalen Endgeräten gesprochen zu denen Handys auch gehören. Ob die Aussage für alle digitalen Endgeräte gilt oder nur für das Handy, wird nicht gesagt. Dennoch ist diese Antwort sehr nah an der Aussage dran.
d) Die meisten Menschen verbringen deutlich mehr als 4 Stunden am Handy.
Da nur von einer durchschnittlichen Bildschirmzeit von 4 Stunden am Handy gesprochen wird, würde diese Antwortmöglichkeit als „eher falsch“ eingeordnet werden, da man keinerlei Aussage darüber treffen kann. Gleichzeitig wird diese Antwortmöglichkeit nicht direkt durch die Aussage ausgeschlossen, da die durchschnittliche Bildschirmzeit nicht den Median, sondern nur den Durchschnitt darstellt.
Zwei der Antwortmöglichkeiten konnten wir als „eher falsch“ einordnen. Diese beiden Antworten können wir mit relativ hoher Sicherheit ausschließen. Das ist auch für gewöhnlich im BaPsy der Fall, dass eine oder zwei Antwortmöglichkeiten relativ schnell ausgeschlossen werden können. Die restlichen Antworten sind jedoch inhaltlich näher aneinander, sodass man länger nachdenken muss und teilweise nochmal im Text nachlesen muss. Die Antworten a) und c) sind sich von ihrer Aussage her sehr ähnlich. Nichtsdestotrotz ist c) näher an der gegebenen Aussage dran als a). Antwortmöglichkeit a) ist prinzipiell nicht falsch, jedoch ist c) „richtiger“ und somit sollte man c) wählen.
Diese Methode soll Dir beim Hin- und Herüberlegen in solchen Situationen Zeit ersparen. Dein Ziel sollte es natürlich sein, möglichst schnell die eindeutig richtige Antwortmöglichkeit zu finden. Das wird Dir manchmal auch gelingen, aber in solchen unklaren Fällen solltest Du Dich nicht fragen: „Welche Aussage ist sicher ableitbar?“, denn sowohl a) als auch c) lassen sich im Prinzip ableiten. Stattdessen solltest Du Dich dann fragen: „Welche Aussage ist näher dran am Text?“. Diese Antwort ist die richtigste.
Damit Du die Ratschläge, Strategien und Informationen aus den Lektionen probeweise anwenden kannst, sind hier zwei Beispieltexte inklusive Erklärungen:
Beispieltext 1:
Die suprachiasmatischen Kerne (SCN) im Hypothalamus sind das Hauptsteuerzentrum der zirkadianen Rhythmen. Sie synchronisieren die innere Uhr des Körpers mit externen Zeitgebern wie Licht, was besonders für die Regulierung des Melatoninspiegels wichtig ist. Melatonin, das von der Zirbeldrüse produziert wird, ist ein zentrales Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst und den Körper auf den Schlaf vorbereitet. Störungen im zirkadianen Rhythmus, etwa durch Schichtarbeit oder Jetlag, können zu einer Desynchronisation führen, die wiederum eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen verursachen kann, darunter Schlafstörungen, Depressionen und metabolische Störungen.
Die klinische Anwendung der Erkenntnisse über zirkadiane Rhythmen ist besonders relevant in der Behandlung von Schlafstörungen. Schlafstörungen wie Insomnie, verzögerte Schlafphasenstörung und saisonale affektive Störungen (SAD) werden oft durch eine Fehlausrichtung der zirkadianen Rhythmen verursacht. Lichttherapie, bei der Patienten kontrollierten Lichtexpositionen ausgesetzt sind, wird häufig zur Behandlung von SAD und zur Anpassung des Schlaf-Wach-Zyklus bei verzögerter oder vorverlagerter Schlafphasenstörung eingesetzt. Durch die Simulation des natürlichen Licht-Dunkel-Zyklus hilft die Lichttherapie, die interne Uhr neu zu synchronisieren und die Melatoninproduktion zu regulieren.
Chronotherapie, eine weitere Anwendung der zirkadianen Rhythmusforschung, beinhaltet die zeitliche Abstimmung von Medikamentengaben auf die individuellen zirkadianen Rhythmen der Patienten. Diese Vorgehensweise wird zunehmend in der Onkologie, Kardiologie und Psychiatrie eingesetzt, da sie die Wirksamkeit von Medikamenten erhöhen und Nebenwirkungen reduzieren kann. Die Berücksichtigung der zirkadianen Rhythmen bei der Medikamentenverabreichung kann entscheidend für den Therapieerfolg sein, insbesondere bei Erkrankungen, die von zirkadianen Schwankungen betroffen sind.
In der Psychiatrie hat die Forschung zu zirkadianen Rhythmen das Verständnis für die Pathophysiologie von Stimmungsstörungen wie bipolare Störungen und Depressionen erweitert. Störungen in den zirkadianen Rhythmen können zu Veränderungen in der Stimmung und im Verhalten führen, was die Bedeutung einer angemessenen Diagnose und Behandlung dieser Rhythmusstörungen unterstreicht.
Die Erforschung der zirkadianen Rhythmen hat auch Auswirkungen auf die Prävention und das Management von chronischen Erkrankungen. Die Einhaltung eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Zyklus und die Vermeidung von Aktivitäten, die die zirkadianen Rhythmen stören könnten, sind entscheidende Faktoren für die Aufrechterhaltung der Gesundheit. Die Beachtung der zirkadianen Rhythmen in der täglichen Routine kann das Risiko für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten verringern.
Erklärung Beispieltext 1:
Der obige Text ist relativ kurz und anhand der Absätze bereits in Sinnabschnitte eingeteilt. Den bereits untergliederten Absätzen könnte man folgende Titel geben:
Absatz 1: Melatonin im Körper Absatz 2: Schlafstörung und Lichttherapie Absatz 3: Chronotherapie und Therapieerfolg Absatz 4: Zirkadiane Rhythmen und psychische Erkrankungen Absatz 5: Chronische Erkrankungen
Nun kann man versuchen die folgenden Fragen zu beantworten. Falls nötig, kann man dann zu dem entsprechenden Absatz im Text springen.
- Wie beeinflusst Licht die Produktion von Melatonin im Körper?
a) Licht erhöht direkt die Melatoninproduktion zur Förderung des Wachzustandes.
b) Licht hemmt die Produktion von Melatonin, wodurch der Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst wird.
c) Licht hat keinen Einfluss auf die Melatoninproduktion.
d) Licht stimuliert die Melatoninproduktion, was zu erhöhter Müdigkeit am Tag führt.
<!-- -->- Welche Rolle spielt die Lichttherapie in der Behandlung von zirkadianen Rhythmusstörungen?
a) Sie wird eingesetzt, um die Melatoninproduktion während des Tages zu erhöhen.
b) Die Hauptfunktion der Lichttherapie ist es, die Cortisolproduktion zu senken.
c) Lichttherapie wird verwendet, um die Körpertemperatur zu senken und den Schlaf zu fördern.
d) Lichttherapie hilft bei der Synchronisation der inneren Uhr mit dem natürlichen Licht-Dunkel-Zyklus.
<!-- -->- In welchem Zusammenhang steht die Chronotherapie mit zirkadianen Rhythmen?
a) Sie umfasst die zeitliche Abstimmung der Medikamenteneinnahme auf die individuellen zirkadianen Rhythmen der Patienten.
b) Chronotherapie bezieht sich auf die Anpassung des Schlaf-Wach-Zyklus durch gezielte körperliche Aktivität.
c) Chronotherapie ist eine Form der Lichttherapie, die ausschließlich in den Morgenstunden angewendet wird.
d) Sie bezeichnet die Nutzung von Schlaftabletten zur Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus.
<!-- -->- Was versteht man unter der Desynchronisation des zirkadianen Rhythmus?
a) Eine verbesserte Anpassung der inneren Uhr an veränderte Umweltbedingungen.
b) Die Anpassung der Körpertemperatur an saisonale Schwankungen.
c) Eine Störung der Abstimmung zwischen der inneren Uhr und externen Zeitgebern wie dem Licht-Dunkel-Zyklus.
d) Eine Erhöhung der Melatoninproduktion während des Tages.
Der Beispieltext ist deutlich kürzer als ein Text, der im BaPsy drankommen würde, und es sind nur 4 statt 7 Fragen. Dennoch eignet sich der Text gut, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man die Bearbeitungsstrategie an den vorliegenden Text anpasst.
Nun die Lösungen zu den Fragen:
- Wie beeinflusst Licht die Produktion von Melatonin im Körper?
Richtige Antwort: b)
- Welche Rolle spielt die Lichttherapie in der Behandlung von zirkadianen Rhythmusstörungen?
Richtige Antwort: d)
- In welchem Zusammenhang steht die Chronotherapie mit zirkadianen Rhythmen?
Richtige Antwort: a)
- Was versteht man unter der Desynchronisation des zirkadianen Rhythmus?
Richtige Antwort: c)
Bei dem folgenden Text empfehlen wir Dir die Methode auszuprobieren, bei der der Text zunächst gänzlich übersprungen wird, und anhand von Schlüsselbegriffen in den Fragen die relevante Textstelle ausfindig gemacht wird.
Denke daran: Man muss diese Methode erst einige Male geübt haben, bevor man wirklich gut darin ist und sie effizient einsetzen kann. Das liegt daran, dass wir so ein Vorgehen überhaupt nicht gewohnt sind. Außerdem ist es wichtig, dass der Text übersichtlich ist, da man ansonsten Gefahr läuft, dass man nicht sofort die richtige Stelle im Text findet und viel Zeit für die Suche verliert. Das ist dennoch ein geeigneter Text dieses Vorgehen einmal auszuprobieren.
Beispieltext 2:
Ein zentrales Konzept der evolutionären Psychologie ist das der psychologischen Anpassungen. Psychologische Anpassungen sind spezifische Mechanismen des Gehirns, die sich als Reaktion auf wiederkehrende Probleme in der Umwelt unserer Vorfahren entwickelt haben. Dazu gehören beispielsweise Sprache, Wahrnehmung, soziale Fähigkeiten und das Verständnis von Gruppendynamiken. Diese Mechanismen haben sich entwickelt, um spezifische adaptive Probleme zu lösen, wie die Suche nach Nahrung, die Auswahl von Partnern, der Umgang mit Feinden und die Aufzucht von Nachkommen.
Ein weiteres wichtiges Thema der evolutionären Psychologie ist die sexuelle Selektion, die sich auf die evolutionären Kräfte bezieht, die mit der Fortpflanzung zusammenhängen. Dies schließt nicht nur die körperlichen Merkmale ein, die sexuelle Attraktivität und Fortpflanzungserfolg beeinflussen, sondern auch Verhaltensweisen und psychologische Merkmale, die die Partnerwahl und -bindung beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise Unterschiede in den Fortpflanzungsstrategien von Männern und Frauen, Elterninvestition und Eifersucht.
Die evolutionäre Psychologie untersucht auch, wie die menschliche Psyche zur Bildung und Aufrechterhaltung sozialer Strukturen beiträgt. Soziale Gruppenbildung, Kooperation, Altruismus und Wettbewerb werden als adaptive Antworten auf die Herausforderungen des Zusammenlebens in Gruppen betrachtet. Diese Perspektive hilft, komplexe soziale Phänomene wie Hierarchiebildung, Gruppenkonflikte und zwischenmenschliche Beziehungen zu erklären.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Erforschung von Persönlichkeitsunterschieden aus evolutionärer Sicht. Evolutionäre Psychologen untersuchen, wie Variationen in Persönlichkeitsmerkmalen wie Extraversion, Neurotizismus und Offenheit für Erfahrungen durch natürliche und sexuelle Selektionsprozesse beeinflusst sein könnten. Diese Perspektive bietet Erklärungen dafür, warum bestimmte Persönlichkeitsmerkmale in verschiedenen Umgebungen und unter verschiedenen sozialen Bedingungen vorteilhaft sein können.
- Was versteht man unter psychologischen Anpassungen in der evolutionären Psychologie?
a) Psychologische Anpassungen beziehen sich auf die Fähigkeit des Gehirns, sich an verschiedene soziale Umgebungen anzupassen.
b) Sie beschreiben die Veränderungen in der menschlichen Psyche aufgrund von kulturellen Entwicklungen.
c) Psychologische Anpassungen sind kurzfristige Verhaltensänderungen, die auf sozialen Druck reagieren.
d) Es sind spezifische Mechanismen des Gehirns, die sich als Reaktion auf wiederkehrende Probleme in der Umwelt unserer Vorfahren entwickelt haben.
<!-- -->- Welche Rolle spielt die sexuelle Selektion in der evolutionären Psychologie?
a) Sexuelle Selektion ist unbedeutend für das Verständnis menschlicher Verhaltensweisen.
b) Sie konzentriert sich auf die biologischen Aspekte der Fortpflanzung, ohne Bezug auf Verhalten.
c) Sexuelle Selektion bezieht sich auf evolutionäre Kräfte, die mit der Fortpflanzung zusammenhängen, einschließlich Verhaltensweisen, die die Partnerwahl beeinflussen.
d) Diese befasst sich ausschließlich mit der Entwicklung physischer Merkmale, die die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen.
<!-- -->- Wie trägt die evolutionäre Psychologie zum Verständnis von sozialen Gruppenbildungen und Kooperationen bei?
a) Sie erklärt soziale Gruppenbildungen und Kooperationen als zufällige soziale Konstrukte ohne evolutionären Hintergrund.
b) Durch die Analyse von Gruppenbildungen und Kooperationen als adaptive Antworten auf die Herausforderungen des Zusammenlebens in Gruppen.
c) Die Theorie postuliert, dass soziale Gruppenbildungen ein modernes Phänomen sind, das nicht durch evolutionäre Prozesse beeinflusst wird.
d) Sie sieht soziale Gruppenbildungen und Kooperationen als rein kulturell bedingte Phänomene.
<!-- -->- Welche Bedeutung hat die evolutionäre Psychologie für das Verständnis komplexer sozialer und kultureller Phänomene?
a) Sie wird als unzureichend betrachtet, um komplexe soziale und kulturelle Phänomene zu erklären.
b) Evolutionäre Psychologie bietet ein Rahmenwerk für das Verständnis der Ursprünge menschlichen Verhaltens und psychischer Prozesse.
c) Die Theorie ignoriert soziale und kulturelle Faktoren vollständig.
d) Sie konzentriert sich nur auf individuelle psychologische Prozesse und schließt soziale und kulturelle Aspekte aus.
Erklärung Beispieltext 2:
Hier sind die Lösungen und zusätzlich noch Fachbegriffe, die man gut als Basis für diese Methode hätte verwenden können, nochmal markiert:
- Was versteht man unter psychologischen Anpassungen in der evolutionären Psychologie?
Richtige Lösung: d)
- Welche Rolle spielt die sexuelle Selektion in der evolutionären Psychologie?
Richtige Lösung: c)
- Wie trägt die evolutionäre Psychologie zum Verständnis von sozialen Gruppenbildungen und Kooperationen bei?
Richtige Lösung: b)
- Welche Bedeutung hat die evolutionäre Psychologie für das Verständnis komplexer sozialer und kultureller Phänomene?
Richtige Lösung: b)
Bis auf die vierte Frage können alle Fragen mit dieser Methode recht schnell und zuverlässig gelöst werden. Bei der vierten Frage erkennt man die Grenzen dieser Methode, da die Fachbegriffe in der Frage so nicht im Text vorkommen und man nicht wirklich eine passende Stelle wie bei den anderen Fragen finden kann. Deshalb empfehlen wir diese Technik eher dann zu benutzen, wenn Du unter Zeitdruck stehst, denn so kannst Du in relativ kurzer Zeit recht viele Punkte sammeln.
Welche Methode Du am Ende einsetzt, ist Dir überlassen. Du solltest jedoch auf jeden Fall jede Methode anhand der Übungsaufgaben ausprobieren und dann schauen mit was Du besser klarkommst. Am Ende des Tages ist das Wichtigste, dass Du Dich mit Deiner Bearbeitungsmethode wohlfühlst.
Deckblatt Lernsets
